Ein erhöhter Östrogenspiegel lässt Haare wachsen
Der Monatszyklus der Frau wird maßgeblich durch das weibliche Hormon Östrogen bestimmt. Liegt eine Schwangerschaft vor, ist der Östrogenspiegel im Körper der Frau erhöht. Dies bewirkt, dass sich das Haarwachstum verstärkt. Viele Frauen freuen sich in der Schwangerschaft über dickes und glänzendes Haar.
Die Entwicklungsphasen des Haares
Das einzelne Haar durchläuft mehrere Phasen. Als erstes die Wachstumsphase (Anagenphase) in der sich ca. 85% der Haare befinden. Diese Phase dauert zwischen 3 und 6 Jahren.
Nach der Anagenphase kommt die Übergangsphase (Katagenphase). 1% der Kopfhaare befinden sich in dieser Phase, die nur einige Tage dauert.
Zum Schluss folgt die Ruhepause (Telogenphase). 15% der Haarwurzeln befinden sich in dieser Phase. Nach drei bis vier Monaten fällt das Haar aus.
Durch den in der Schwangerschaft erhöhten Östrogenspiegel verbleiben viele Haare länger in der Wachstumsphase (Anagenphase), was dazu führt, dass das Haar fülliger erscheint.
Haarausfall nach Geburt (Alopecia postpartualis)
Nach der Schwangerschaft sinkt der Östrogenspiegel im Körper wieder auf ein Normalmaß ab. Haare, deren Wachstumsphase eigentlich schon während der Schwangerschaft beendet gewesen wäre, fallen nun aus. Die meisten Haare verliert die Frau zwei bis vier Monate nach der Entbindung. Diese Art des Haarausfalls bezeichnet man auch als Alopecia postpartualis. Es besteht kein Grund sich Sorgen zu machen. In der Regel geht diese Art von Haarausfall von alleine vorbei.
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