Kryokonservierung
Bei der Kryokonservierung handelt es sich eigentlich um keine direkte Methode der künstlichen Befruchtung. Vielmehr steht die Kryokonservierung, also das Einfrieren von Eizellen und Sperma in flüssigem Stickstoff, im Dienste diverser Methoden der künstlichen Befruchtung.
Beispielsweise kann im Zusammenhang mit der Durchführung einer IVF, einer ICSI aber auch einer GIFT-Behandlung auf per Kryokonservierung bereitgestellte Eizellen und Spermien zurückgegriffen werden.
Kryokonservierung von Spermien
- Das Verfahren der Kryokonservierung von Spermien bietet im Rahmen der künstlichen Befruchtung vor allem gesundheitliche Vorteile. Vor dem Start einer künstlichen Befruchtung müssen beide Partner einen negativen HIV Status vorweisen können. Da das HI-Virus jedoch nur zuverlässig mit einem Kontrolltest nach mehreren Monaten ausgeschlossen werden kann, bietet die Kryokonservierung des männlichen Spermas den Vorteil, das dieses nach einem erneuten negativen HIV Test, einfach aufgetaut und verwendet werden kann.
- Mit Hilfe der Kryokonservierung können aber auch die Männer Väter werden, die entweder krankheitsbedingt nicht in der Lage sind auf natürlichem Weg aktive Spermien zu produzieren, und denen für eine künstliche Befruchtung mittels Hodenbiopsie Spermien entnommen werden müssen. Dank Kryokonservierung muss die Biopsie beim Mann nur ein einziges Mal durchgeführt werden.
- Eine vorsorgliche Konservierung von Spermien, um beispielsweise Unfruchtbarkeit durch zukünftige Krankheiten ausschließen zu können, ist ebenfalls keine ungewöhnliche Maßnahme in der Kinderwunschbehandlung.
Kryokonservierung von Eizellen
Die Konservierung von Eizellen gestaltet sich schwieriger als die von Spermien. In der Regel überleben unbefruchtete Eizellen den Auftauprozess nach der Konservierung nicht.
Anders sieht dies jedoch bei befruchteten Eizellen aus. Diese können in Deutschland im so genannten Vorkernstadium konserviert werden. Auf diese Weise wird eine erneute hormonelle Stimulationsbehandlung der Frau nicht mehr nötig, wenn vorherige künstliche Befruchtungsversuche gescheitert sind.
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