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Was ist Folsäure?

Folsäure stammt aus der B-Reihe der Vitamine ( Vitamin B9 ).
Folsäure übernimmt bedeutende Aufgaben im Stoffwechsel, wie den Aufbau und die Reparatur der Nukleinsäuren (Erbinformationen) im Bereich der Blutbildung und der Nervenfunktionen.



Folsäuremangel in der Schwangerschaft

Da der menschliche Körper keine Folsäure einlagern kann, kommt es während der Schwangerschaft häufig zu dieser Mangelerscheinung. Folsäure wird von der werdenden Mutter vier- bis fünfmal schneller als normal ausgeschieden. Der Tagesbedarf steigt während der Schwangerschaft von 400 auf 800 Mikrogramm.
Leidet die werdende Mutter unter Folsäuremangel, kann es beim ungeborenen Kind zu Neuralrohr-Defekten kommen. Aus dem Neuralrohr entwickelt sich später das zentrale und periphere Nervensystem des Kindes. Da sich diese Embryonalentwicklung schon in der Frühschwangerschaft vollzieht (zweite bis dritte Schwangerschaftswoche), ist die Einnahme von Folsäure schon in diesem Stadium der Schwangerschaft besonders wichtig.
Zu den Neuralrohr-Defekten gehören Entwicklungsstörungen des Gehirns, offener Rücken (Spina bifida), Wasserkopf (Hydrozephalus) oder Lippen- Kiefer- Gaumen- Segel- Fehlbildung, kurz LKGS-Fehlbildung.

Folsäure in der Nahrung

Da Folsäure sehr hitze- und lichtempfindlich ist, sollte man die Nahrung am besten frisch verspeisen oder schonend zubereiten.
Besonders viel Folsäure enthält Petersilie und Leber. Da Leber aber sehr umweltbelastet ist, sollte die Schwangere auf den Verzehr von Leber während der Schwangerschaft verzichten.
Auch zu empfehlen sind Vollkornprodukte, Gemüse und Milchprodukte sowie einige Obstsorten wie Erdbeeren, Kirschen, Trauben und Orangen.

Einnahme von Folsäure vor der Schwangerschaft

Entscheidet man sich zu einer Schwangerschaft, ist es empfehlenswert schon vor der Empfängnis mit der Einnahme von Folsäure zu beginnen. So kann man Schädigungen des Ungeborenen, verursacht durch Folsäuremangel, sicher ausschließen.

Bitte beachten Sie !
Beiträge, News und Ratgeber von schwanger.de dienen der allgemeinen Weiterbildung. Sie können und sollen in keinem Falle die ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung ersetzen. Sie sollten daher die hier bereitgestellten Informationen niemals als alleinige Quelle für gesundheitsbezogene Entscheidungen verwenden. Bei Beschwerden sollten Sie auf jeden Fall ärztlichen Rat einholen.