Pränataldiagnostik
In den meisten Fällen verläuft eine Schwangerschaft normal und ohne das Auftreten von Komplikationen. Das bedeutet, weder für die Mutter, noch für das ungeborene Kind bestehen im Laufe der Schwangerschaft besondere gesundheitliche Risiken.
In bestimmten Fällen, beispielsweise bei Risikoschwangerschaften, können mit Hilfe der so genannten Pränataldiagnostik gesundheitliche Risiken für die Mutter und das Kind bereits vor der Geburt (pränatal =vor der Geburt) ausgemacht, und gegebenenfalls behandelt werden.
Ganz grundsätzlich unterscheidet man bei der Pränataldiagnostik zwischen nicht-invasiven Untersuchungen, also Untersuchungen, die außerhalb des Körpers durchgeführt werden, und invasiven Untersuchungen, pränataldiagnostische Methoden, die einen Eingriff ins Innere des Körpers notwendig machen.
Pränataldiagnostik: nicht-invasive Methoden
- Nackenfaltenmessung/Nackentransparenzmessung
- Nasenbeinmessung
- Feinultraschall
- Doppler-Sonographie
- 3D-Ultraschall
- 4D-Ultraschall
- Triple-Test
- Double-Test
Pränataldiagnostik: invasive Methoden
Pränataldiagnostik: Pro und Kontra
Mit den Möglichkeiten der pränataldiagnostischen Untersuchungen wird heute nicht nur durchgehend Gutes, sondern auch sehr viel Kritik verbunden.
So ist es aus medizinischer Sicht natürlich positiv zu bewerten, das bestimmte Risiken für Mutter und Kind bereits im Vorfeld einer Geburt diagnostiziert und dadurch minimiert werden können. Aber die Psyche der werdenden Eltern wird allein mit der Auseinandersetzung mit den vorhandenen pränataldiagnostischen Untersuchungen stark strapaziert. Nicht nur das jedes Elternpaar für sich entscheiden muss welche der Untersuchungen sie im Vorfeld machen lassen möchten. Auch die Auseinandersetzung mit den Untersuchungsergebnissen und die Risiken invasiver Methoden können zu einer Belastungsprobe werden.
Zwar können positive Ergebnisse werdenden Eltern mehr Sicherheit während der Schwangerschaft verleihen, negative Ergebnisse zwingen Eltern jedoch dazu sich weiter mit den Untersuchungsergebnissen auseinanderzusetzen. Im schlimmsten Fall, je nach Untersuchungsmethode und je nach Fortgeschrittenheit der Schwangerschaft, kann oder muss solch’ eine Entscheidung gegen die Geburt des Kindes getroffen werden.
Aus diesem Grund sollte jedes Elternpaar für sich genauestens überdenken, in welchem Umfang sie pränataldiagnostische Untersuchungen während der Schwangerschaft in Anspruch nehmen möchten.
Literatur zum Thema Pränataldiagnostik
* Versorgung und Beratung zu Pränataldiagnostik. Frauengesundheit 5
* Der Zugriff auf den Embryo
* Den Genrausch stoppen. Persönliche Geschichten, engagierte Gespräche und klare Positionen
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